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Schlüssel gegen Geld – die neuen Tricks der Mietbetrüger im Internet

Zentral, geräumig und trotzdem günstig – solche Wohnungsschnäppchen sind verführerisch. Doch bei der Wohnungssuche im Internet ist Vorsicht geboten. Die Meldungen über Mietbetrug im Internet häufen sich. Die Immobilienportale versuchen dubiose Schein-Angebote herauszufiltern, doch die Täter haben ausgeklügelte Tricks entwickelt.

Die typische Vorgehensweise der Mietbetrüger ist es, ein besonders attraktives Wohnungsangebot bei einem der bekannten Immobilienportale einzustellen. Melden sich interessierte Wohnungssuchende, erhalten sie zügig eine Antwort. Oftmals ist diese in englischer Sprache. In vielen Fällen wird behauptet, dass der Eigentümer nicht mehr in Deutschland lebe oder aus beruflichen Gründen ins Ausland musste und die Wohnung deswegen nun leer stehe. Da der Vermieter nun nicht vor Ort ist, wird dem zukünftigen Mieter zugesagt, dass der Schlüssel per Post zugeschickt wird – allerdings nur gegen Vorkasse. Dieser Betrag kann, je nach angeblicher Lage und Begehrtheit des Mietobjektes, mehrere Monatsmieten betragen. Der Schlüssel für die Wohnung, wird jedoch nie beim Mieter ankommen und das überwiesene Geld ist in den meisten Fällen nicht zurückzuholen. Oft existiert die angebotene Wohnung nicht einmal oder gehört jemandem ganz anderen, der von den dubiosen Machenschaften der Trickbetrüger nicht weiß.

Das Aufdecken der Täter ist schwierig, da diese sich meistens im Ausland befinden, ihre Identitäten verschleiern und immer wieder wechseln. Die großen Immobilienportale löschen regelmäßig verdächtige Angebote aus ihren Listen, doch eine hundertprozentige Garantie gibt es nicht. Manche Betrüger tummeln sich auch auf Seiten, die WGs in beliebten Studentenvierteln vermitteln. Hier haben die Nepper oft ein besonders leichtes Spiel, weil die Atmosphäre entspannt ist, die Suchenden unerfahren sind oder Studenten aus dem Ausland eine Bleibe suchen, die nicht einschätzen könne, welche Angebote realistisch sind.

Wohnungssuchende können sich selbst schützen, indem sie sich mit den gängigen Praktiken seriöser Immobilienangebote auskennen und so Betrüger leichter erkennen. Seriöse Anbieter fragen nicht nach Zugangsdaten und versenden jede Art von Schreiben und Rechnungen deutschsprachig und verfügen auch über ein deutsches Bankkonto. Einen Treuhandservice gibt es nicht und Schlüsselübergaben oder Besichtigungstermine kosten in keinem Fall Geld. Finden Wohnungssuchende Angebote, die gegen diese Regeln verstoßen, sollten sie dies umgehend dem Betreiber melden.

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